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Heute kochen wir das Y

7 Nov

Dank unserer Freunde aus Japan haben wir auch heute etwas zu kochen: Yakisoba!

Yakisoba ist ein Nudelgericht mit etwas Fleisch und Gemüse (bei uns: Weißkohl, Karotten, Ingwer) und einer Soße. Das Essen stellt wohl so eine Art Hausmannskost dar, jedenfalls ist es schnell zubereitet und sehr lecker. Wir werden es wieder kochen.

Um die typische Soße für Yakisoba zu finden war ich in einem Japan-Laden in der Sendlinger Straße. Meine Frage nach den Zutaten für Yakisoba beantwortete man mit einem Griff ins Regal. Man bot mir freundlich ein Fertiggericht an, das man nur mit etwas Wasser aufgießen muss. Mein Hinweis, dass ich das Gericht frisch kochen möchte, erntete eiin mitleidiges Lächeln. Dort konnte man mir nicht helfen.

Ich bin also zu einem anderen Japan-Shop gegangen mit demselben reflexartigen Griff zum Fertiggericht (allerdings nicht so freundlich). Auf Nachfrage habe ich mich für eine Fertigsauce entschieden, um den typischen Geschmack kennen zu lernen.

Heute kochen wir das U

26 Sep

Das U fordert unsere Fantasie heraus, weil es nicht so viele bekannte Rezepte mit U gibt. Wir sind dann doch auf eine wunderbare Sache gestoßen: Urad Dal!

Urad Dal oder Urid Dal sind Linsen aus Indien. Wenn sie geschält sind (bei uns) sind sie cremeweiss. In unserem Indienladen in der Augustenstraße reicht ein Griff ins Regal und schon geht es los:

250 g Urid Dal

1/4 TL gemahlener Kurkuma

4 reife Tomaten (in Stücken)

1 gehackte Zwiebel

werden in ca. 1 l Wasser ca. 40 Minuten gekocht. Wenn die Linsen gar sind, werden sie gewürzt:

1/2 TL Fenchelsamen

5 cm Ingwer gerieben

Chilli

1 Prise Asafötida

die Gewürze werden in Öl ca. 1 Minute gegart und dann in den Dal gegeben; noch ca. 5 Minuten ziehen lassen und fertig! Sehr lecker!

Wir haben im Kochbuch etwas weiter geblättert und uns für Saag Bahji nachgekocht. Hier wird Spinat mit Kartottenwürfel in Ghee angebraten, mit Chili, Ingwer und Zitronensaft gewürzt. Geht sehr schnell und ist wieder…lecker!

Heute kochen wir das R

30 Mai

Heute kochen wir zu viert ein Reisgericht mit Ananas aus Thailand: Khao Pad Sapparot.

Der Reis wird am Vortag gekocht und mit allen Zutaten nach und nach im Wok gegart: Knoblauch, Chillie, Ingwer, Paprika, Eierfladen, Erbsen, Mais, Schinken, Ananas und Putenfleisch. Das Besondere ist die frische Ananas, die wir aushöhlen und zum  Servieren benutzten. Damit sie nicht so viel Saft zieht, wird sie 10 Minuten im Ofen erhitzt.

Zum Ergebnis: Das war nichts! Es hat uns nicht geschmeckt! Die Kombination von Schinken und Ananas hat nicht geklappt. Schade.

heute kochen wir das k

13 Mar

Heute knüpfen wir mit unserem ABC-kochen das Thema vom letzten Buchstaben, nämlich Fusion, auf. Wir wechseln den Kontinent, kommen von Amerika nach Afrika und lernen, dass es in Kapstadt eine berühmte Küche aus Malaysien gibt, die von früheren Sklaven aus ihrer Heimat mitgebracht wurde.

Unsere heutige Mitköchin, Rike, kennt das Rezept aus ihrer Kindheit in Südafrika und stellt es uns vor: ein kap-malayisches Huhn. Sobald man die Gewürze sieht, kann man sich vorstellen, wo die Reise hingeht:

Kardamom, Fenchel- und Dillsamen, Zimt, Kreuzkümmel, Sternanis, Knoblauchzehen, frischer Ingwer, Koriander und mildes Currypulver aber nur 1 roten Chili.

Rikes Arbeitsanweisung klang schlicht: die Gewürze werden in heißem Öl geschwenkt und dann nach und nach das Hühnerfleisch (1kg reicht), das Gemüse (bei uns: Paprika, Pilze, Zwiebel, Staudensellerie, Zucchini), die Tomaten (aus der Dose) und eine Mango (steht nicht im Rezept) dazu gegeben. Nach 20 oder 30 Minuten ist alles fertig und wird abgeschmeckt (Salz, Limonensaft).

Wir mussten zwischendurch eine  Zwangspause einlegen, weil der Arbeitsschritt “die Gewürze werden in heißem Öl geschwenkt” zur Aromaattacke auf unsere Bronchen wurde. Der Duft der Gewürze hat uns fast den Atem verschlagen. Immerhin duftet Bettys Wohnung jetzt nach einer asiatischen Garküche.

Das Ergebnis ist ein fruchtiges Hühnercurry, das nicht ganz so scharf ist, wie in Indien. Herrlich! Wir haben dazu Chapati (Rezept beim A) gemacht und den Abend sehr genossen.

Danke Rike! Bis zum nächsten mal!

heute kochen wir das I

27 Feb

Wir wollen unsere Leser nicht langweilen und wieder “indisch” kochen. Wir langweilen sie lieber, indem wir wieder den “Ingwer” zum Rezeptgeber machen: heute kochen wir also Schweinefleisch mit Igwer bzw. Butaniku no shogayaki, wie unsere japanischen Freunde sagen.

Wir haben das Schweinefilet gründlich geputzt und dann kurz in den Tiefkühler gelegt. Etwas angefroren läßt es sich leichter in dünne Scheibchen schneiden. Dann mußte es noch in der Marinade aus Mirin, Sojasoße und etwas Weinbrandt (letzteres war etwas improvisiert) mit frischem Ingwer ziehen.

Der Rest geht wie gehabt: Im Wok scharf anbraten, zur Seite stellen und dann das Gemüse im Wok garten. Diesmal gab es Sojasprossen, Karotten, Zuckererbsen und grünen Paprika. Dazu Basmatireis.

Vorab haben wir tiefgefrorene Frühlingsrollen frittiert. Mal sehen, ob wir die nicht mal selbst machen, vielleicht beim nächsten F-Kochen.

Heute kochen wir das G

12 Feb

Am diesem Freitag zwischen unsinnigem Donnerstag und Rosenmontag haben wir eine echte Faschingsüberraschung gekocht. Unter dem Kostüm eines indischen Gerichts tauchte überraschend ein alter Bekannter aus Ungarn auf:

Gegen die Winterkälte haben wir ein indisches Rezept gefunden: Gosht Madras, ein Rezept mit Rindfleisch. “Gosht” wird meist mit Lamm zubereitet, aber der Ursprung in Urdu (گوشت) bedeutet einfach Fleisch. Offenbar gibt es auch in Indien einzelne Gerichte, die mit Rindfleich zubereitet werden.

Die Zwiebeln werden mit Knoblauch und dann auch mit dem in Würfel geschnittenen Fleisch angebraten. Wir haben Ingwer, Rosenpaprika, Chilli, Salz, Pfeffer, Zironensaft und kräftig Joghurt beigefügt und alles im Römertopf im Herd für 50 Minuten geschmort.

Mit dem Duft erkannten wir langsam unseren lieben, alten Freund, der sich hinter dem indischen Namen versteckte: Pörkölt bzw. ungarisches Gulasch mit einem Hauch von Zitrone und Ingwer. Die Freude über diese Verkleidung war groß! Lecker!

Wir grüßen unsere ungarischen Freunde und wünschen einen schönen Fasching!

Heute kochen wir das E

31 Jan

Endlich kommen wir mit dem Buchstaben E zur Ente!

Susan, die als versierte und experimentierfreudige Köchin gilt, hat uns ein persiches Rezept rausgesucht: Ente mit Walnuss- und Granatapfelsauce oder Xoresht-E Fesenjan oder in anderer Schreibweise Khoresht-e fesenjān, das als luxoriöses Winteressen (in München liegt tüchtig Schnee, die Voraussetzungen passen also) beschrieben wird.

Wir nehmen Tipps gerne an und sind Susans Empfehlungen gefolgt:  Wir haben also nur die Hälfte der angegebeben Walnussmenge verwendet und die Entenbrüste separat gegrillt, damit das Fett austritt (die Wohnung dürfte jetzt mehrere Tage nach Ente ….ähm, duften….). Die Walnusssauce sollte einige Stunden köcheln und hat es bei uns auf gefühlte 3 Stunden gebracht. Der Blick auf die Uhr zeigte uns aber, dass schon nach einer Stunde Schluss war. Das passiert, wenn man Hunger hat.

Dazu gab es Reis, der eine feste Kruste hatte. Reis wurde übrigens lange vor unserer Zeit in Mesopotamien kultiviert. In unserer Zubereitungsart heißt er Chelow.

Unsere Meinung zum Ergebnis: wir haben kein neues Lieblingsessen gefunden. Es ist lecker, aber uns fehlen die scharfen Gewürze. Der Reis hingegegen ist wirklich gut gelungen.

Heute kochen wir das D

24 Jan

Unsere Reise führt uns wieder nach Indien. Der geneigte Leser des Blogs vermutet zu recht, dass es zu Weihnachten  Kochbücher mit indischen Rezepten gab:

1) Culína Asía, das tatsächlich 4,4 kg auf die Waage bringt und neben indischen auch thailändische und chinesische Gerichte aufnimmt

2) Indien, kochen und verwöhnen mit Originalrezepten bei GU

Wir haben gelernt, neben Kochbüchern die Rezepte im Internet zu überprüfen und haben dabei Hetal und Anuja, zwei wunderbare indian Ladys,  getroffen. Sie erklären uns mit einem Video Daal Saak (=Dal Saak= Dal Palak), also Linsen mit Spinat.  Unser Rezept ist eine Mischung aus verschiedenen Angaben:

Grundlage ist Dal, der beim Kochen seine orange Farbe verloren :( hat. Weil wir etwas wenig Dal hatten, haben wir einfach Berglinsen dazu gegeben. Die Linsen/Dal werden gar gekocht. Bitte hier noch kein Salz dazugeben, weil mit Salz beim Kochen alle Hülsenfrüchte hart bleiben (anders die Anleitung in Kochbuch Nr. 2 …..).

Die Gewürze, die Frühlingszwiebeln und den Spinat haben wir separat in einer Pfanne kurz gegart und die fertigen Linsen untergehoben. Hier mussten wir kräftig nachwürzen, denn sowohl die Mengenangaben von Hetal und Anuja, als auch im Kochbuch waren zu gering. Also tüchtig würzen mit braunen Senfsamen, Koriander, Kurkuma, Cumin, Koriander, Ingwer, Koblauch, Chilieschote und  Salz.

Für uns waren zwei Gewürze neu: Curryblätter, die wir frisch “beim Inder” bekommen haben. Die Planze gehört zu den Citruspflanzen und die Blätter haben etwas frisches, würziges….ähm….

Das zweite Gewürz ist Asafötida, auch Teufelsdreck genannt. Es ist ein aromatisches Gummiharz aus einer Pflanze (bot.: Ferula assa-foetida), das angeblich recht stinkt, weil es eine Schwefelkomponente hat (unser Gewürzpulver hat nicht gestunken). Beim Kochen verschwindet der Gestank und es schmeckt nach Zwiebeln und Koblauch….aha!

Zu den Linsen gab es Basmatireis. Lecker!!!!!

Wir hatten einen glücklichen Sonntag in München mit indischem Essen!

Heute kochen wir das B

27 Nov

Indien interessiert uns. Wir gehen nach West Bengalen in seine Metropole Kolkata (früher Kalkutta) mit seinen 5 Mio. Einwohnern und finden ein vergetarisches Rezept:

Bandhakopir Dalna = Weisskohl mit Kartoffeln und Erbsen! Es klingt nach einem Winteressen und Freunde, es wird einem warm dabei obwohl es in Bengalen keinen Winter gibt.

Im Internet findet man das Rezept auch unter der Bezeichnung Bandha Gobi oder Bandha Kopi, die Bezeichnung für Weisskohl auf Bengali. Der Ausdruck Dalna bezeichnet gemischtes Gemüse.Wir haben Reis dazu gekocht.

Auf die Gewürze kommt es an. Würde man die angegebene Menge der angegebene Gewürze einzeln verwenden, wären sie zu stark, das Essen zu scharf. Wie durch ein Wunder wirken sie aber zusammen und ergeben einen sensationelle Mischung. Die einzelnen Gewürze kaufen wir im Bollywood Store in unserer Straße und mahlen sie frisch und nach Bedarf im Mörser: Kurkuma, Chilli, Kreuzkümmel, Koriander, Loorbeerblätter, Ingwer.

Wir haben es ausprobiert: schmeckt auch gut zum Frühstück nach einer Partynacht.

Dierk träumt von seiner Geburtsstadt Kalkutta. Bald gibt es mehr indisches Essen.

Heute kochen wir das A

17 Nov

Es geht in die zweite Runde: wir kochen das ABC, heute wieder das A.

Mit wenig Phantasie sind wir auf A wie Aprikosen gestoßen und hatten einen Glückstreffer: Jardaloo Ma Murgh aus Indien. Es ist ein Rezept der Parsen, einer kleinen Glaubensgemeinschaft, die heute hauptsächlich in Mumbai lebt. Der Name Parsen deutet ihre Herkunft aus Persien an und erklärt damit auch das Rezept: Aprikosen (= Jardaloo, Jardalu) stammen aus dem heutigen Afganistan und und werden hier als getrocknete Früchte mit Hähnchen (=Murgh) kombiniert.

Die Gewürze sind üppig und in der Kombination unschlagbar: Ingwer, Zimt, Nelken, Kardamon, Chilli, Kurkuma und Kreuzkümmel. Nur Mut, es schmeckt!

Die Beilage war Chapati, das indische Fladenbrot. Das Chapatimehl haben wir, wie auch alle Gewürze, wieder in dem netten Bollywood Store in der Nachbarschaft erhalten. Es funktioniert wirklich! Die ausgerollten Fladen blähen sich inder Pfanne auf und schmecken original. Das macht wirklich keine Arbeit, also zum Nachkochen geeignet.

Indien, wir bleiben Dir kulinarisch treu!

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