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Heute kochen wir das X

12 Sep

Wer gedacht hat das uns beim X nichts einfällt, hat sich geirrt: Xuxu & Xinxim!

Die Vorbereitungen wahren gar nicht so einfach. Erst mussten die Rezepte recherchiert und dann die Mitkocher eingeladen werden: Xuxu, Xinxim, Conny, Peter und Marcel.

Xuxu ist das brasilianische Wort für Chayoten. Sie werden in Salzwasser gekocht, abgekühlt und dann geschält. Zum Salat werden sie klein geschnitten und mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Schnittlauch mariniert. Marcel meint, es schmecke schon, aber wenn man ehrlich ist, schmeckt es nach gar nichts. Sicher ist Xuxu  aber sehr gesund.

Xinxim wird mit Dende-Öl gekocht. Dieses Palmöl ist nicht aus der afro-brasilianischen Küche weg zu denken und hat viel Vitamin A. Wir haben in München im Asienshop Palmöl aus dem Kongo gekauft. Das Öl ist rot, samtig und entfaltet beim Braten ein herrliches Aroma (Betty ist aufgefallen, dass das Hähnchen beim Anbraten nicht anhängt).

Wir haben Xinxim de Frango, also mit Hähnchen gemacht. Unser Rezept:  1 kg Hähnchen-Oberkeulen ohne Haut werden mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und reichlich Knoblauch eingerieben. Dann mit 1 Tasse Palmöl angebraten. In den großen Topf kommen geschnippelte gelbe Paprika (1), Tomaten (3),  klein gehackte Zwiebeln (2) ,  Knoblauch (3 Zehen) und geriebener Ingwer (Daumengröße) dazu. Wenn das angedünstet ist, füllen wir mit Kokosmilch (250 ml) auf. Am Schluss fügen wir  angeröstete Erd- (100 g) und Cashewnüsse (100 g) und grob gehackten Koriander (1 Sträußchen) bei.

Wir haben Xinxim mit Basmati Reis, gebratenen Bananen und Farofa de Dende (Maniokmehl angeröstet in Palmöl und mit Salz gewürzt) serviert.

Alle 5 Mitköche waren glücklich überrascht! Dieses Gericht aus Bahia schmeckt auch in München. Umbedingt nachkochen!

Tipp: wer mag, gibt getrocknete und frische Krabben dazu.

Heute kochen wir das P

26 Jun

Als Mitkocher finden sich Armin, Peter S und Dicki der Hund ein und wir besprechen gemeinsam bei einer batida de morango und einem kleinen Vorspeisenteller (Salami, pepino = Gürkchen, Oliven, Tomatenbrot vom Bäcker Schulz am Viktualienmarkt) die möglichen Speisen mit P.

Zunächst aber zur batida de morango: batidas sind in Brasilien sehr beliebt. Wir haben dazu frische, gesüßte Erdbeeren, mit Eis, etwas Orangesaft und Kokosmilch gemixt. Mit einem kräftigen Schuss brasilianischer Cachaça, dem besonderen Zuckerrohrschnaps, finden wir eine inspirierte Basis für den Abend.

So vorbereitet konnten wir die unpassenden Vorschläge aussortieren (der zunächst als „Topvorschlag“ eingebrachten Pansen wurde abgelehnt) und wir fanden bei Pasteis zusammen:

Pasteis (singular: pastel) sind brasilianische Teigtaschen, die frittiert werden. Man findet sie dort auf jedem Wochenmarkt mit allen möglichen Füllungen frisch zubereitet.

Wir haben zwei Füllungen zusammengebracht:

1) Hackfleisch mit Oliven:

Eier wurden hart gekocht, Hackfleisch angebraten, Zwiebeln und Knofi angeschwitzt (ja, richtig: die Reihenfolge wäre umgekehrt besser gewesen! wir haben das Hackfleisch wieder aus der Pfanne genommen, Zwiebeln etc. angeschwitzt und alles wieder vereint; das kommt davon, wenn so viele Köche den Brei verderben). Peter legt Wert auf die Erwähnung der Petersilie, die wir am Balkon geerntet und mit Oliven beigefügt haben. Mit einer kleinen Dose Tomaten aus der Dose wurde die Masse etwas saftiger.

1) Palmito mit Tomaten:

Betty gab das Kommando für die zweite Füllung: Armin schnippelte hartgekochte Eier, Tomaten und Palmito. Peter hat alles pfannenmäßig gerührt und Betty hat unter dem Eindruck zweier Mitarbeiter (Küchensklaven) die Ansagen gemacht.

Palmito kauft man hier in Dosen. Diese Palmherzen sind das Mark von Palmen. Sie werden nach ca. 10 Jahren gefällt und man gewinnt dann das weiße Innere. Leider gibt jede Palme nur weniger als ein Kilo her, weshalb Palmito recht teuer ist. Der Geschmack wird als nussig beschrieben. Ich meine aber, dass er ebenso wie der von Spargel, Artischocken oder Kapern so ungewöhnlich, das man ihn schwer beschreiben kann.

Wie macht man daraus Pasteis?

Wir haben uns um professionelle Produktion der Teigtaschen bemüht. Der Auslöser kam von Betty. Sie hatte von ihrem letzten Brasilienurlaub fertigen, dünn ausgerollten Teig mitgebracht und eingefroren, der nur noch gefüllt werden musste. Dann ging ab in die Friteuse (nicht wir, sonder die pasteis) und nach wenigen Augenblicken war das Abendessen fertig.

Liebe Leser, das war eine lange Vorrede bis zum Ergebnis: pasteis sind lecker, mindestens so üppig wie frittierte Schokoriegel (gibt es wohl in Schottland, wie Armin berichtet) und machen satt. Als Alibi haben wir eine Salat dazu gegessen.

Wichtig: zum Würzen muss man Molho de Pimenta nehmen. Das macht das ganze pikant (danke Peter für das Wort).

Zum Nachtisch gab es (gekaufte) Panacotta (Betty kennt den Trick, den Aha-Effekt: man drückt unten auf die Schachtel und es macht erst Klick und dann blubb; die panna cota löst sich aus dem Kunststoffschälchen). Peter serviert den Prosecco und damit kommt der Abend zu seinem Höhepunkt: Prost mit Prosecco

heute kochen wir das N

12 Jun

Nach dem gestrigen Feiertag (Fronleichnam) haben wir wieder Hunger und kochen das N.

Betty erinnert sich an ihre Kindheit im Süden von Brasilien: an einigen Sonntagen im Jahr kam die Familie im Haus der Großeltern zusammen. Oma und Opa waren noch in Deutschland geboren und als junge Erwachsene 1920 nach Brasilien ausgewandert. Sie gingen aus Not (Arbeitslosigkeit etc.) und lernten sich erst in der neuen Heimat kennen. An den Sonntagen haben Oma, Mutter und vier Tanten gemeinsam gekocht. Der Nudelteig wurde von Oma vorbereitet und mit den anderen Damen wie am Fließband durch eine kleine Nudelmaschine ausgezogen. Die frischen Nudeln wurden im ganzen Haus ausgebreitet, im Esszimmer, auf dem Nähtisch und in der Küche sowieso. Am Schluss waren Nudeln für 30 (!) Familienmitglieder fertig. Der Braten zu den Nudeln wurde in einem Holzofen auf dem Hof gemacht…..

Betty möchte also Nudeln machen. Das Rezept klappt gut:

400 g Mehl (wir haben Dinkelmehl genommen)

4 Eier

½ TL Salz

2 EL Öl

Eier, Salz und Öl verrühren, Mehl nach und nach einarbeiten; den Teig kneten (ja, mit den Händen!) bis er glatt ist (also 20 Minuten darf man da schon kneten). Der Teig darf dann etwas ruhen.

Für uns Zeit genug, um die Vorspeise zu genießen: zwei sensationell große Artischocken! Die Zubereitung ist ganz simpel. Der Stiel wird gekappt, die „offenen“ Stellen mit Zitrone (heute Limone) eingerieben und die Artischocken in reichlich Wasser mit Zitronensaft gekocht. Die Zitrone ist wichtig, damit das Gemüse nicht oxidiert (schwarz wird). Wir waren etwas voreilig, d.h. wir hätten die Teile noch 10 Minuten länger kochen können. Trotzdem lecker.

Für den Dipp haben wir es uns leicht gemacht: Sahnejoghurt + Senf + Pfeffer. Das war es und schmeckt immer wieder gut. Leider waren die Limetten aus, sonst hätte ein Schuss Limonensaft das ganze abgerundet.

Jetzt hatte der Teig genug geruht. Wir haben ihn in der Nudelmaschine durchgezogen: in vier 4 Portionen wurde er bis Stufe 4 ausgewalkt und auf ein gemehltes Tuch kurz zum Trocknen ausgelegt. Dann haben wir die Bahnen auf Stufe 5 dünner gemacht und als Bandnudeln geschnitten. Wir waren verblüfft, denn diesmal klebte nichts.

Die Nudeln wurden portionsweise in tüchtig Salzwasser gekocht. Das geht schnell. Sobald der „Mehlgeschmack“ weg ist, sind sie gar. Jeweils ca. 4 oder 5 Minuten.

Wir haben die Nudeln wie folgt angemacht (weniger ist mehr): geschnittener Knoblauch, eine getrocknete Chillischote, Cocktailtomaten und Rucola (vom Balkon: das Zeug wächst wie verrückt!) kurz in Butter geschwenkt, Nudeln und Parmesan dazu und fertig. Sehr lecker.

Wir haben zwar nicht 30 Verwandte satt bekommen, aber für 6 Personen reichen die Nudeln leicht. Mal sehen, ob wir die frischen Nudeln einfrieren können.

Ein Wort zum Kochgerät: der Wok. Er ist hier das Universalkochgerät. Dierk fühlt sich an seine Studentenzeit erinnert. Damals galt die Devise, möglichst flott, ohne großen Abwasch, alles in einem Topf! Nun, heute wird der Wok zwischendurch abgewaschen, aber als „einziger“ Topf hat er heute wieder funktioniert (Artischocken, Nudeln, Sauce).

Den Wein wollen wir noch trinken: Nero D´Avola aus Sizilien.

heute kochen wir das F

17 Apr

Heute haben wir einen Mitkocher: Peter

Das ist gut, weil Peter hat eingekauft: Frankenwein + Feine Schokolade + Fragole > alles lecker, feinste Ware.

Das F ist heute Fricassé de frango:

Wer mal Spaß haben will, kann sich die Google-Übersetzung ansehen. Wir erfahren, dass „Im Dienste der Wein (cool), aber nicht kalt” meint, dass ein Wein nicht zu kalt serviert werden sollte.

Die Speisenfolge haben wir mit Feldsalat eröffnet. Dann ging es an die Kocherei. Im Rezept wird das Hühnchen in Zitronensaft gelegt. Peter hat sein Gesicht verzogen und am Schluss mit Sahne und Eigelb eine leckere und essbare Soße produziert (wenn er ehrlich ist, war es ihm immer noch zu säuerlich; Meckere mecker; er meint eine halbe Zitrone und eine Teetasse Wein hätten ausgereicht).

Anmerkung: das Rezept ist aus Brasilien. Dort misst man in Tassen. Teetassen oder Kaffetassen. Hier hätten zwei Espressotasse gereicht (meint Peter).

Das Ergebnis: lecker und gut. Als Beilage gab es Reis.

Betty fand als Digestiv eine Flasche Fernet Branca. Die stand wohl schon etwas länger > brrrrr. Es war nur noch der Geschmack von Lakritze und Alkohol übrig. Wir kaufen mal eine neue Flasche.

Zur zweiten Flasche Frankenwein probierten wir dann die Fragole. Mit einem Schuss Cointreau. Prost, bis zum G am nächsten Freitag

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