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Heute kochen wir das T

22 Sep

Und heute kochen wir das T:

Dafür „reisen“ wir nach Thüringen. Heute hat Kerstin Ihre Prämiere in unserem Blog.

Thüringen ist als direkter Nachbar Bayerns auch ein Land der Genießer. Direkt aus dem Thüringer Wald stammt Kerstin, die in München ihre zweite Heimat gefunden hat. Und hier hält sie auch gerne mal ihre Fahne hoch (und den Kochlöffel), um die Münchner mit Spezialitäten aus ihrer Heimat zu verwöhnen.

Wir kochen heute ein klassisches thüringisches Nationalgericht:

Thüringer Rouladen, Thüringer Rotkohl und natürlich Thüringer Klöße.

Der schwierige Teil bei dieser Aktion sind die Klöße – besser gesagt der Kloßteig.

Nach uralter Tradition braucht man für die Herstellung des Kloßteiges viel Zeit ;-)

Doch diese uralte Tradition kann heutzutage auch locker umgangen werden.

Den ursprünglich mühsam hergestellten Schab kann man heute schon abgepackt im Supermarkt (leider nur in Thüringen) erwerben. So spart sich die Hausfrau sehr viel Zeit, die sie sinnvoller nutzen kann.

Die folgenden Bilder mit den Beschreibungen helfen Euch bei der Zubereitung. Viel Erfolg!

Wir hoffen nun Euren Appetit angeregt zu haben und wünschen viel Spaß beim Nachkochen.

Mahlzeit!

Kerstin und Armin

Heute beginnt die 5. Jahreszeit

18 Sep

Die Jubiläumswiesn hat heute mit dem Einzug der Wiesn-Wirte begonnen. Die Stadt ist voll und kleidet sich in Tracht. Dazu passt ein Weißwurstfrühstück beim Spöckmeier. So lebt man in München!

heute kochen wir das L

20 Mar

Wir bleiben unserem Thema treu: ethnische Fusion-Küche. Heute landen wir an der Nordseeküste und erleben eine gewagte Zusammensetzung: Kartoffelbrei, Zwiebeln und Cornedbeef mit roter Beete, Gewürzgurken und Spiegelei, mit einem Wort, heute machen wir Labskaus.

Wir zeigen die Zutaten vor ihrer Zubereitung, weil das fertige Gericht nicht mehr so – euphemistisch gesagt -  schön aussieht.

Bei der roten Beete (gesund) muss man sich etwas Zeit lassen. Unsere haben eine gute Stunde gekocht, bis sie gar waren.   Corned Beef ist Rindfleisch aus der Dose, das zum Haltbarmachen gepöckelt wird. Angeblich wird es mancherorts als Spezialität angeboten, wir meinen nach einer Geschmacksprobe, dass es eher in die seemännische Verpflegung des 19. Jh. passt. Unsere Mitköchin Conny zeigte volles Engagement beim Dosenöffnen, wofür sie ein Lob verdient.

Beim Ergebnis sind wir etwas gehemmt, offene Worte zu finden, denn man schlägt ja  niemanden, der schon ab Boden liegt. Labskaus liegt optisch am Boden, denn schön sieht anders aus. Lambskaus ist auch geschmacklich ….ungewöhnlich….???!!! Kurz gesagt: nicht unser Lieblingsessen.

Heute kochen wir das H

20 Feb

Endlich schmilzt der Schnee, die Osternglocken sind da (in der Vase) und die Tage werden länger. Dierk hat die erste Hamamelisblüte (beim Supermarkt in der Görresstraße um die Ecke) gesehen. Der Frühling ist schon zu erahnen und Betty hat  mit dem Frühjahrsputz in ihrem Tiefkühlschrank begonnen.  Zu ihrer Freude hat sie das Menü für heute gefunden: Spargel. Im letzten Jahr frisch geschält und tiefgefroren. Der noch gefrorene Spargel wird in kochendem Wasser ganz normal gekocht und schmeckt nach Frühsommer.

Das H war diesmal Sauce Hollandaise. Selbst gemacht , natürlich. Zu unserer Überraschung ist die Zubereitung gar nicht soooo  kompliziert. Der Kniff der ganzen Geschichte ist, dass das Eigelb cremig wird, aber nicht stockt. Schafft man!

Dazu Pellkartoffeln, Schinken und Weißwein aus Südafrika.

Der Frühling hat sein blaues Band schon mal nach Schwabing geschickt.

Heute am Faschingsdienstag

16 Feb

Am Faschingsdienstag wird gefeiert. Wir starten mit einem ethnischen Essen, einem Weißwurstfrühstück und einem Gläschen Prosecco. Dann gehts los…

Heute kochen wir das F

7 Feb

Wir sind heute bei Peter eingeladen. Sein Bericht:
Der Start folgte mit einem Feldsalat = Ackersalat (in Schwaben) = Mäuseöhrchensalat (Eifel, Saarland, Luxemburg) = Vogerlsalat (Österreich) = Rapunzelsalat (Thürigen, Sachsen) = Nüsslisalat oder Nüssler (Schweiz) Sonnenwirbelin (Baden).
Als Soße kann man die Sylter Soße wirklich empfehlen. Sie schmeckt so wie sie ist und man spart sich die Mühe des Abschmeckens! Beim Feldsalat bitte auf die Qualtität achten. Frische und Geschmack sind halt nicht zu ersetzten.
Als Hauptgericht gab es Fleisch vom Rind in Form eines Roastbeefs. Gute Erfahrungen haben wir mit der Niedrigtemperatur-Zubereitung gemacht. Bei 80 °C dauert es etwas länger. Wenn man es bei 100 °C brät sind ca. 3 kg in etwa 3 Stunden durch (nicht unbedingt rosa, hier kann man eventuell  mal 80 °C probieren). Einige Rezepte sprechen von 6 Stunden Garzeit. Halte ich aber für zu lange… ausprobieren.


Vorher bitte das Fleisch pfeffern und salzen und schön knusprig anbraten. Die Speckschwarte kann man auch entfernen. Wenn sie dran bleibt, bitte kreuzweise einschneiden ohne ins Fleisch hinein zu schneiden. Zum Braten verwende ich eine Bräter. Dazu gab es Bratkartoffel und eine mit Sahne verfeinerte Bratensoße (Soße aus dem Bräter verwenden).
Die Nachspeise wurde bereits am Vortag zubereitet: Feine Mousse au chocolat (Mousse au Schock!)

- 250 g Bitterschokolade z. B. von Lind 80 %

- 2 Eier 3-5 El Rum

- 500 ml Schlagsahne

- wer`s süßer mag sollte noch ca. 50 – 100 g Zucker unter die Eier rühren
Kochprozess:

1. Schokolade schmelzen

2. Eier und Zucker 30 Sekunden über kochendem Wasserbad schaumig rühren

3. Schüssel mit Eiern vom Wasserbad nehmen und die flüssige Schokolade langsam einrühren

4. Sahne halbsteif schlagen und nach und nach unter die Schokoladencreme heben

5. alles kalt stellen (mind. 3 Stunden) Aufpassen: Schokolade und Eier sollten nicht zu warm werden (30 – 35 Grad)

Nicht geschockt sein, wenn man die Schokolade unter die warme Eimasse rührt! Es wird richtig fett dick. Man bekommt das jedoch mit der Sahne wieder wunderbar geschmeidig.
Na denn mal los!

Gruß
Peter

Heute ist Silvester

31 Dez

Heute ist Silvester und wir kochen bis Mitternacht. Peter hat einen Rinderbraten mitgebracht. Vorneweg gibt es Antipasti, dann etwas später Salat und schlicßlich den Rinderbraten mit Kartoffelpüree und Lauchgemüse.

Was war das besondere an dem Essen?: Niedrigtemperatur. Der Braten wurde bei 100 ° C für ca. 3 Stunden gegart. Das Ergebnis war sensationell! Da schmeckt der Champagner gleich noch mal so gut!

Wir loben an dieser Stelle unseren Mitkoch Peter!! Er hat uns eine Crème brulée gemacht, die wirklich gelungen ist.

Prosit Neujahr (herrliches Feuerwerk in Schwabing)!!!

Lecker im Neujahr > Resteessen…..

Heute kochen wir das Z

27 Sep

Heute kommt unser erster  Durchlauf zum Ende: wir sind beim Z.

Da soll es schon etwas Deftiges sein, nicht nur gesunde Zucchini oder leichtes Zitronenhähnchen. So sind wir beim  Zwiebelrostbraten gelandet.  Hier werden Erinnerung an die 8oer Jahre wach, an Ausflüge mit den Eltern und Freunden am Sonntag.

Gott sei Dank gibt es Internet. Unser Rezept haben wir mit der Variante Rotweinsauce gekocht. Sehr wichtig, wie immer, ist sehr gutes Fleisch. Unsere Rumpsteaks kamen aus Argentinien, da kann man nicht meckern. Das Fleisch kurz,  scharf anbraten und auf gar keinen Fall jetzt schon würzen. So bleibt es saftig und zart.

Die Spätzle habe wir schon öfter gemacht und gut im Griff:  250 g Spätzlemehl, etwas Salz, 4 Eier, etwas Wasser. Der Teig muss geschmeidig sein und beim Rühren Blasen werfen. Mit dem Spätzlesieb (unseres ist aus Kunststoff und spühlmaschinenfest) ist der Teig flott im Wasser.

Als Beilage gab es einen Salat und einen sensationellen Wein aus Südafrika. Vielen Dank an Neville und Garth, die uns in München besucht haben.

Betty einen wunderbaren Hefezopf gezaubert. Lecker!

Es war genau wie wir uns das Essen vorgestellt haben. Beim nächsten mal machen wir lieber Zitronenhähnchen.

Sonntag im Biergarten

30 Aug

Im August ist München im Urlaub. Was gibt es da schöneres als eine Radltour in den Biergarten: heute zum Aumeister!

Die Sache mit dem Bier ist nicht so einfach. Wegen der Brandgefahr beim Sieden wurde in der bayerische Brauordnung im Jahr 1539 bestimmt, dass nur zwischen dem Ehrentag des heiligen Michael am 29. September und dem des heiligen Georg am 23. April gebraut werden durfte. Was machen die Brauer und die Biertrinker im Sommer? Sie erfinden im 19. Jahrhundert das haltbarere Märzbier und lagern das Bier in Eiskellern. Damit diese Keller frisch bleiben, wurde dort im Winter Eis aus den Seen eingelagert und auf die Oberfläche kam zur Kühung und Beschattung Kies und Kastanien. Das klappte gut und die Durstigen bekamen frisches Bier von den Brauereien.

Die Bierwirte wehrten sich gegen die Konkurrenz durch den Direktausschank der Brauer und protestierten. König Ludwig I mußte eingreifen: die Brauer durften selbst in den Bierkellern ausschenken, aber sie durften keine Speisen anbieten. Wo ist das Problem, denk der Münchner und bringt sein Essen selbst mit. Bis heute!

Es ist also Tradition in München, dass man sein Essen in den Biergärten, die von Brauereien “betrieben” werden sein eigenes Essen mitbringt. Das gilt sogar für das Oktoberfest. Auch hier “darf” man seine Brotzeit im Außenbereich  mitbringen (einer Diskussion mit der Bedienungen würde ich mich nicht aussetzen!).

Heute waren wir beim Aumeister, ganz im Norden vom Englischen Garten. Passt alles: Bier, Brotzeit (Fleischpflanzerl + Kartoffelsalat) Sonne. Ein Sonntag in München!

Heute kochen wir das R

12 Jul

Heute ist Dierk zu Gast in Hamburg. Wir kochen das R = Rouladen + Rote Grütze

Mit Routine macht sich die Mitköchin Liesel an die Arbeit: der Metzger hat große Rindsrouladen geschnitten, die wir salzen und pfeffern. Dann werden sie mit Senf, geräucherten Speckscheiben (durchwachsener, geräucherter Bauchspeck), Zwiebelringen und Scheiben von Gewürzgurken belegt und sorgfältig aufgerollt. Zum Zusammenhalten gibt es inzwischen allerhand Bänder aus Silikon. Wir bleiben bei den Rouladenringen und -spießen. Die Rouladen werden kräftig angebraten (das gibt später auch für die Sauce den Geschmack), mit Wein abgelöscht und schmoren dann gute 1 1/2 Stunden im Topf mit zwei Tomaten, Lauch, Sellerie (etwas Wasser angießen). Das Gemüse wird am Ende passiert und die Soße etwas gebunden (Kartoffelwasser und Mondamin) und mit Sahne (sog. Kochsahne, hat etwas weniger Kalorien) abgeschmeckt. Mit Kartoffeln und grünen Bohnen ist das ein unschlagbares Sonntagsessen. Ein Rotwein rundet die Sache ab (diesmal Montepulciano aus den Abruzzen).

Die Nachspeise ist typisch norddeutsch: Rote Grütze. Wir haben auf unserem Streifzug durch den Garten Felsenbirnen (botanisch Amelanchier, das aus dem keltischen entlehnt ist und soviel wie Äpfelchen heißt), Johannisbeeren und Walderdbeeren (kleine wilde Bodendecker, die gegen den Giersch ankämpfen) gefunden. Vom Markt kamen noch Himbeeren und  Sauerkirschen dazu. Als Basis hatte Liesel am Vortag Johannisbeeren aufgekocht und den Saft gewonnen. Diesen haben wir mit Mondamin (andicken) und den Früchten kurz aufgekocht und kalt gestellt. Mit Vanilleeis ist das eine Sensation.

Dierk bedankt sich für die schönen Tage in Hamburg und freut sich auf den nächsten Besuch.

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