Schlagwort-Archiv: Hackfleisch

heute kochen wir das M

27 Mar

Nach der Enttäuschung der letzten Woche haben wir uns an unsere bayerisch-griechischen Wurzeln erinnert und kochen eine Moussaka.

Das von den Osmanen befreite Griechenland wählte 1832 den damals 16-jährigen Otto I zu ihrem König. Er war der Sohn von König Ludwig I von Bayern (der von Lola Montez) und wurde – was sonst im “modernen” Baiern – in Schloss Mirabell in Salzburg geboren. Sein Krönungsornat ist im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen (sehr schick; er sah auch gut aus, aber das ist wohl mit 16 normal). Die Griechen waren wohl nicht so glücklich mit ihm, so dass er 1864 das Regieren sein ließ und seinen Lebensabend in Bamberg verbrachte.

Der stolze Papa hatte schon 1825 die Schreibweise von Baiern in Bayern – mit dem griechischem Y- geändert und Bayern hat den Freunden in der Ägäis unsere weiß-blauen Farben geschenkt (stimmt leider nicht, denn die waren schon 1822 blau-weiß…die Vorstellung macht aber die Bayern bis heute glücklich).

Wir haben uns an diesem Kochabend mit einem herrlichen Ouzo eingestimmt. Anis gibt die Grundlage für diesen Genuss.

Moussaka ist dieser griechische Auflauf mit Auberginen, Hackfleisch (vom Lamm, haben wir nicht bekommen > vom Rind), Kartoffeln und einer Bechamelsauce. Nun erfahren wir, dass dieser Auflauf vom arabischen Wort مسقعة‎ abstammt, was auch immer das heißen mag. Angeblich bedeutet es chilled, also abgekühlt. Damit kommen wir wieder zu unserem Kochabend. Die Moussaka war lecker, aber richtig interessant wurde sie erst, als sie etwas abgekühlt war. Erst dann kam das Aroma von Gemüse, Kartoffeln und Gewürzen (frische Kräuter, Zimt, Muskat) richtig zum Tragen.

Καλή όρεξη!

Heute kochen wir das P

26 Jun

Als Mitkocher finden sich Armin, Peter S und Dicki der Hund ein und wir besprechen gemeinsam bei einer batida de morango und einem kleinen Vorspeisenteller (Salami, pepino = Gürkchen, Oliven, Tomatenbrot vom Bäcker Schulz am Viktualienmarkt) die möglichen Speisen mit P.

Zunächst aber zur batida de morango: batidas sind in Brasilien sehr beliebt. Wir haben dazu frische, gesüßte Erdbeeren, mit Eis, etwas Orangesaft und Kokosmilch gemixt. Mit einem kräftigen Schuss brasilianischer Cachaça, dem besonderen Zuckerrohrschnaps, finden wir eine inspirierte Basis für den Abend.

So vorbereitet konnten wir die unpassenden Vorschläge aussortieren (der zunächst als „Topvorschlag“ eingebrachten Pansen wurde abgelehnt) und wir fanden bei Pasteis zusammen:

Pasteis (singular: pastel) sind brasilianische Teigtaschen, die frittiert werden. Man findet sie dort auf jedem Wochenmarkt mit allen möglichen Füllungen frisch zubereitet.

Wir haben zwei Füllungen zusammengebracht:

1) Hackfleisch mit Oliven:

Eier wurden hart gekocht, Hackfleisch angebraten, Zwiebeln und Knofi angeschwitzt (ja, richtig: die Reihenfolge wäre umgekehrt besser gewesen! wir haben das Hackfleisch wieder aus der Pfanne genommen, Zwiebeln etc. angeschwitzt und alles wieder vereint; das kommt davon, wenn so viele Köche den Brei verderben). Peter legt Wert auf die Erwähnung der Petersilie, die wir am Balkon geerntet und mit Oliven beigefügt haben. Mit einer kleinen Dose Tomaten aus der Dose wurde die Masse etwas saftiger.

1) Palmito mit Tomaten:

Betty gab das Kommando für die zweite Füllung: Armin schnippelte hartgekochte Eier, Tomaten und Palmito. Peter hat alles pfannenmäßig gerührt und Betty hat unter dem Eindruck zweier Mitarbeiter (Küchensklaven) die Ansagen gemacht.

Palmito kauft man hier in Dosen. Diese Palmherzen sind das Mark von Palmen. Sie werden nach ca. 10 Jahren gefällt und man gewinnt dann das weiße Innere. Leider gibt jede Palme nur weniger als ein Kilo her, weshalb Palmito recht teuer ist. Der Geschmack wird als nussig beschrieben. Ich meine aber, dass er ebenso wie der von Spargel, Artischocken oder Kapern so ungewöhnlich, das man ihn schwer beschreiben kann.

Wie macht man daraus Pasteis?

Wir haben uns um professionelle Produktion der Teigtaschen bemüht. Der Auslöser kam von Betty. Sie hatte von ihrem letzten Brasilienurlaub fertigen, dünn ausgerollten Teig mitgebracht und eingefroren, der nur noch gefüllt werden musste. Dann ging ab in die Friteuse (nicht wir, sonder die pasteis) und nach wenigen Augenblicken war das Abendessen fertig.

Liebe Leser, das war eine lange Vorrede bis zum Ergebnis: pasteis sind lecker, mindestens so üppig wie frittierte Schokoriegel (gibt es wohl in Schottland, wie Armin berichtet) und machen satt. Als Alibi haben wir eine Salat dazu gegessen.

Wichtig: zum Würzen muss man Molho de Pimenta nehmen. Das macht das ganze pikant (danke Peter für das Wort).

Zum Nachtisch gab es (gekaufte) Panacotta (Betty kennt den Trick, den Aha-Effekt: man drückt unten auf die Schachtel und es macht erst Klick und dann blubb; die panna cota löst sich aus dem Kunststoffschälchen). Peter serviert den Prosecco und damit kommt der Abend zu seinem Höhepunkt: Prost mit Prosecco

heute kochen wir das M

5 Jun

Auf den Abend haben wir uns gefreut: wir (Betty, Peter L., Dierk) sind bei Peter S. zu Gast!

Er hat eingekauft und wir sind nur gemütlich am Abend bei ihm zu Hause eingetrudelt. Die Rezepte hat Betty ausgesucht und aus dem Kopf (!) repetiert.

Als Vorspeise gab es Möhren-Orangensuppe. Wir haben 500 g Möhren geschnippelt und in Butter angebraten. Das wird mit 125 ml frischem Orangensaft, einer kleinen gehackten Zwiebel und 1 l Gemüsebrühe ca. 20 Minuten gekocht. Wenn man frischen Thymian, Salz und Pfeffer dazu gibt, ist es fertig. Saure Sahne und etwas Muskatnuss machen daraus eine tolle Sommersuppe. Wir waren happy.

Die Hauptspeise war ein lang gehegter Wunsch von Betty: Maultaschen! Wir haben einfach einen Nudelteig gemacht (Betty hat das Rezept langsam in Gefühl). Diesmal hat sie Eier dazu gegeben, damit es etwas schwäbischer schmeckt. Als Füllung hatten wir 200 g grob gehackten frischen Spinat (wir haben aufs blanchieren verzichtet und ihn roh weiter verarbeitet) mit einer gewürfelten Zwiebel, 20 g geräuchertem Bauchspeck (geräucherts Wammerl, wie man hier sagt), 200 g Rinderhackfleisch gebraten. Gewürzt haben wir mit 1 TL Thymian, Salz und Pfeffer und mit 1 EL Semmelbrösel gebunden. Der Teig wird dünn ausgerollt, mit der Füllung versehen und ausgeschnitten & fertig sind die Maultaschen. Wir haben sie in reichlich Brühe 15 Minuten gegart (Vorsicht: nicht kochen! Vorsicht: kleben zusammen, also nicht zu viele gleichzeitig in den Topf geben) und in Butter angeschwenkt. Der gehobelte Parmesan hat das Gericht zu einem Ereignis gemacht.

Wir können uns vorstellen, dass in Butter geschwenkte Salbeiblättchen gut passen würden (vorgemerkt für das nächste mal).

Als Nachspeise hat Peter Melonenkugeln ausgestochen und in Maraschino ertränkt. Mit Eis bleibt es was es ist: lecker!

Mit den Getränken sind waren wir konsequent: aus der Nordendquelle brachte Betty einen Rosewein  mit … etwas mit M…. und Peter servierte einen Marillenlikör.

Gut, dass die U-Bahn uns jeweils brav nach Hause gefahren hat.

heute kochen wir das L

29 Mai

Leider musste Peter S., der uns für den Abend eingeladen hatte, absagen. Wir haben also improvisiert.

Als Mitkocher kam Conny, die wie immer eine Quelle der Inspiration war.

Als Vorspeise gab es Ohnmachtshappen: Walnussbrot vom Hofpfister, einige Scheibchen Fenchelsalami, roher Schinken und Putenaufschnitt (unser Dank gilt erneut Metzger Bruckner!), Gewürzgurken, Mayonaise etc.

So gestärkt konnten wir uns dem Hauptgericht widmen: Lasagne (lt. Wikipedia “Das Wort lasagna (Plural lasagne) wird vom griechischen Wort lasanon, „Nachttopf“, abgeleitet”)!!!

Das Rezept haben wir im Blut: die Béchamelsauce wird aus ausgelassener Butter + Mehl + tüchtig Milch gekocht. Muskat ist ein Muss!

Die Fleischsauce wird aus Zwiebeln, Knoblauch, Hackfleisch, passierten Dosentomaten und frischen Kräutern vom Balkon gebruzzelt. Wir machen das im Wok, da der Topf wunderbar groß ist.

Conny zeigte sich als Lasange-Architektin: sie goß ein Fundament aus Bechamel, deckte mit Lasagneblättern ab, beschwerte das Gebäude mit Fleischsauce + Bechamel. So ging es zügig weiter. Betty zeigte uns, dass die Schichten sehr dünn sein müssen, so dass wir es auf 5 Schichten brachten. Als Dach gab es Tomatenscheiben und Parmesan. Nach 40 Minuten im Ofen, waren wir glücklich> klasse! Das schmeckt (außerdem könnten 6 Leute davon satt werden; in Brasilien nennen wir das “lasagne rica!”).

Zum Nachtisch brachte Conny den richtigen Impuls: Limes!

Also es gab noch frische Erdbeeren, die wir mit Wodka, Zucker und Eis pürrierten. Zum Verlängern haben wir Kokosmilch (statt Zitronen; waren aus) dazu gemischt > wir waren überrascht. Es hat uns besser geschmeckt, als das Originalrezept. Conny bekam ihre Ration mit nach Hause, weil sie mit Pkw da war.

Toller Abend.

heute kochen wir das C

27 Mar

Wir haben uns auf das C gefreut!! Die Creation war croßartig!

Unsere Cöchin Betty cab den Impuls: Fleischbällchen auf Couscous

Couscous mit Citronenschale + Carnebällchen (=carne moida) + c-okra + cebola + cenoura + canela + clattsalat + Chillichote>

Der Tipp:

1)      Okra = quiabo =  ladyfingers in Essigwasser blachieren, damit die nicht so glibbern. Es klappt und das Gemüse bleibt knackig.

2)      Wie immer: Chillichoten rechtzeitig wieder rausholen

3)      Die Gewürze für das Fleisch erst rösten und dann zermahlen

Wir waren erstaunt, dass die kräftigern Gewürze im Ergebnis nicht so stark waren, wie vermutet.

Das Rezept:

Statt Jogurt und Pfefferminz war bei uns leider alle > wir haben eine Tomatensauce gemacht; außerdem hatten wir keine Orange und dafür eine Citrone verwendet

Wir freuen uns auf das D

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