Schlagwort-Archiv: Joghurt

Heute kochen wir das G

12 Feb

Am diesem Freitag zwischen unsinnigem Donnerstag und Rosenmontag haben wir eine echte Faschingsüberraschung gekocht. Unter dem Kostüm eines indischen Gerichts tauchte überraschend ein alter Bekannter aus Ungarn auf:

Gegen die Winterkälte haben wir ein indisches Rezept gefunden: Gosht Madras, ein Rezept mit Rindfleisch. “Gosht” wird meist mit Lamm zubereitet, aber der Ursprung in Urdu (گوشت) bedeutet einfach Fleisch. Offenbar gibt es auch in Indien einzelne Gerichte, die mit Rindfleich zubereitet werden.

Die Zwiebeln werden mit Knoblauch und dann auch mit dem in Würfel geschnittenen Fleisch angebraten. Wir haben Ingwer, Rosenpaprika, Chilli, Salz, Pfeffer, Zironensaft und kräftig Joghurt beigefügt und alles im Römertopf im Herd für 50 Minuten geschmort.

Mit dem Duft erkannten wir langsam unseren lieben, alten Freund, der sich hinter dem indischen Namen versteckte: Pörkölt bzw. ungarisches Gulasch mit einem Hauch von Zitrone und Ingwer. Die Freude über diese Verkleidung war groß! Lecker!

Wir grüßen unsere ungarischen Freunde und wünschen einen schönen Fasching!

Heute kochen wir das T

1 Aug

T wie Tomatensalat und Tandoori Chicken, was sonst.

Das ist so eine Sache mit dem Tandoori…

Tandoori ist ein kleiner Lehmofen aus Nordindien. Darin wird ein Hähnchen, mit Joghurt und allerlei Gewürzen gebacken.  Wir haben das Rezept sogar zwei mal gekocht mit unterschiedlichen Gewürzen. Einmal im Ofen, einmal auf dem Grill. Zwei mal waren wir enttäuscht.

Sorry Pini, aber auch Dein Rezept hat uns nicht überzeugt. Vielleicht kannst Du es für uns kochen, wir kommen gerne.

heute kochen wir das N

12 Jun

Nach dem gestrigen Feiertag (Fronleichnam) haben wir wieder Hunger und kochen das N.

Betty erinnert sich an ihre Kindheit im Süden von Brasilien: an einigen Sonntagen im Jahr kam die Familie im Haus der Großeltern zusammen. Oma und Opa waren noch in Deutschland geboren und als junge Erwachsene 1920 nach Brasilien ausgewandert. Sie gingen aus Not (Arbeitslosigkeit etc.) und lernten sich erst in der neuen Heimat kennen. An den Sonntagen haben Oma, Mutter und vier Tanten gemeinsam gekocht. Der Nudelteig wurde von Oma vorbereitet und mit den anderen Damen wie am Fließband durch eine kleine Nudelmaschine ausgezogen. Die frischen Nudeln wurden im ganzen Haus ausgebreitet, im Esszimmer, auf dem Nähtisch und in der Küche sowieso. Am Schluss waren Nudeln für 30 (!) Familienmitglieder fertig. Der Braten zu den Nudeln wurde in einem Holzofen auf dem Hof gemacht…..

Betty möchte also Nudeln machen. Das Rezept klappt gut:

400 g Mehl (wir haben Dinkelmehl genommen)

4 Eier

½ TL Salz

2 EL Öl

Eier, Salz und Öl verrühren, Mehl nach und nach einarbeiten; den Teig kneten (ja, mit den Händen!) bis er glatt ist (also 20 Minuten darf man da schon kneten). Der Teig darf dann etwas ruhen.

Für uns Zeit genug, um die Vorspeise zu genießen: zwei sensationell große Artischocken! Die Zubereitung ist ganz simpel. Der Stiel wird gekappt, die „offenen“ Stellen mit Zitrone (heute Limone) eingerieben und die Artischocken in reichlich Wasser mit Zitronensaft gekocht. Die Zitrone ist wichtig, damit das Gemüse nicht oxidiert (schwarz wird). Wir waren etwas voreilig, d.h. wir hätten die Teile noch 10 Minuten länger kochen können. Trotzdem lecker.

Für den Dipp haben wir es uns leicht gemacht: Sahnejoghurt + Senf + Pfeffer. Das war es und schmeckt immer wieder gut. Leider waren die Limetten aus, sonst hätte ein Schuss Limonensaft das ganze abgerundet.

Jetzt hatte der Teig genug geruht. Wir haben ihn in der Nudelmaschine durchgezogen: in vier 4 Portionen wurde er bis Stufe 4 ausgewalkt und auf ein gemehltes Tuch kurz zum Trocknen ausgelegt. Dann haben wir die Bahnen auf Stufe 5 dünner gemacht und als Bandnudeln geschnitten. Wir waren verblüfft, denn diesmal klebte nichts.

Die Nudeln wurden portionsweise in tüchtig Salzwasser gekocht. Das geht schnell. Sobald der „Mehlgeschmack“ weg ist, sind sie gar. Jeweils ca. 4 oder 5 Minuten.

Wir haben die Nudeln wie folgt angemacht (weniger ist mehr): geschnittener Knoblauch, eine getrocknete Chillischote, Cocktailtomaten und Rucola (vom Balkon: das Zeug wächst wie verrückt!) kurz in Butter geschwenkt, Nudeln und Parmesan dazu und fertig. Sehr lecker.

Wir haben zwar nicht 30 Verwandte satt bekommen, aber für 6 Personen reichen die Nudeln leicht. Mal sehen, ob wir die frischen Nudeln einfrieren können.

Ein Wort zum Kochgerät: der Wok. Er ist hier das Universalkochgerät. Dierk fühlt sich an seine Studentenzeit erinnert. Damals galt die Devise, möglichst flott, ohne großen Abwasch, alles in einem Topf! Nun, heute wird der Wok zwischendurch abgewaschen, aber als „einziger“ Topf hat er heute wieder funktioniert (Artischocken, Nudeln, Sauce).

Den Wein wollen wir noch trinken: Nero D´Avola aus Sizilien.

Heute kochen wir das I

15 Mai

Iiiii,……… wie indisch!

Nach längerem Suchen fand Betty im Internet einige anregende Rezepte. Erstmal gab es eine große Einkaufsliste. Gelobt sei unser Asien Laden am Hollenzollernplatz. Alle Gewürze und den Reis hat sie dort bekommen. Die restliche Zutaten waren kein Problem.

Vorspeise (Seite 8, 2. Rezept im Pdf): ganz einfach! Tomaten mit Joghurt. Der Pfiff liegt in der Sauce. Schwarze Senfkörner werden mit einer grünen Chilischote in Öl gegart (Tipp: Deckel bereit halten, die Körner sind winzig und springen aus der Pfanne). Wir waren erstaunt, dass es nicht zu scharf war. Es hat uns sehr gut geschmeckt.

Hauptspeise: Huhn mit Cashewnüssen in schwarzen Gewürzen (Seite 28 im Pdf). Mhmmm…!

Wir habe eine beeindruckende Zahl und Menge an Gewürzen zu eine Masala verarbeitet. Tüchtig Knoblauch, eine Zimtstange, frischen Ingwer, 6 getrocknete rote Chili, Koriander- und Kreuzkümmelsamen, Nelken, Kokosraspeln, Cashewnüssen und Zwiebeln. Die Gewürze werden in eine Pfanne geröstet (sensationeller Duft) und dann mit Wasser zu einer Paste püriert. Die Hühnerteile werden in den Masala gegart. Dazu gibt es Basmatireis.

Das war es eigentlich. Das Hähnchen war wunderbar. Schärfer darf es aber nicht sein. Dierk hat sich mit indischem Essen versöhnt (obwohl er in Indien geboren ist, war er skeptisch), weil es so lecker war.

Tipp 1: die Masala muss wirklich fein püriert werden; unsere war etwas grob

Tipp 2: die Farbe der Masala war nicht schwarz sondern ehe langweilig. Bei nächsten mal vielleicht etwas Kurkuma?

heute kochen wir das D

3 Apr

Das war eine Überraschung > am Nachmittag haben wir brainstroming gemacht: vom Döner sind wir bei Dal Bhat Tarkari gelandet. Schwupti, wupti haben wir ein Rezept gefunden.

und los geht’s: einkaufen, kochen, bruzeln, Gewürze mörsern > wir waren völlig überrascht, es schmeckt! und es geht flott!!

Unsere Currymischung war recht mild, könnte etwas intensiver sein. Lecker war der Jogurt als Sauce oder Beilage.

Es lebe Nepal.

Aber: unsere Recherche hat ergeben, dass Dal hier als Suppe gereicht wird. Dal ist die Linsensuppe, Bhat ist der Reis, Takari ist das Gemüse. Das Rezept stimmt nicht, denn bei der Zugabemenge von Brühe gibt es nur einen Brei!!

Trotzdem sehr gut.

heute kochen wir das C

27 Mar

Wir haben uns auf das C gefreut!! Die Creation war croßartig!

Unsere Cöchin Betty cab den Impuls: Fleischbällchen auf Couscous

Couscous mit Citronenschale + Carnebällchen (=carne moida) + c-okra + cebola + cenoura + canela + clattsalat + Chillichote>

Der Tipp:

1)      Okra = quiabo =  ladyfingers in Essigwasser blachieren, damit die nicht so glibbern. Es klappt und das Gemüse bleibt knackig.

2)      Wie immer: Chillichoten rechtzeitig wieder rausholen

3)      Die Gewürze für das Fleisch erst rösten und dann zermahlen

Wir waren erstaunt, dass die kräftigern Gewürze im Ergebnis nicht so stark waren, wie vermutet.

Das Rezept:

Statt Jogurt und Pfefferminz war bei uns leider alle > wir haben eine Tomatensauce gemacht; außerdem hatten wir keine Orange und dafür eine Citrone verwendet

Wir freuen uns auf das D

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