Schlagwort-Archiv: Kartoffeln

Heute kochen wir das S

18 Sep

Das S stand bei uns für Sommerpause. Wir haben in den letzten Wochen neue Inspirationen gesucht und setzen den Blog heute mit dem S für Scaloppine fort:

Unsere Metzgerin, Frau Bruckner, hat uns dünne Kalbsschnitzel aus der Oberschale, also Scaloppine, geschnitten, wir haben den frischen Spinat mit Zwiebeln und Knoblauch gedämpfte und die kleinen Kartoffeln gegart und in etwas Butter geschwenkt. Damit waren die Vorarbeiten auch schon fertig und wir konnten uns den Scaloppine widmen.

Den Anfang machte Saltimbocca alla Romana: hier bekommt das Kalbsschnitzel Parmaschinken und ein frisches Salbeiblatt als Begleiter. Der Bratensud wird mit etwas Weißwein abgelöscht und fertig! Eines unserer Lieblingsrezepte.

Dann waren wir neugierig auf Scaloppine al Limone: hier wird das Schnitzel mit Zitrone beträufelt und der Bratensud mit Zitronensaft und Weißwein abgelöscht. Schmeckt sehr leicht und lecker. Wir haben allerdings etwas mit Zitronensaft übertreiben. Beim nächsten mal wird nehmen wir weniger.

Die dritte Variante war Scaloppine al Marsala: hier wird die Sauce aus Marsala gemacht, der etwas einkocht und mit Butter gebunden wird. Ganz lecker!!

Den Abschluss machte Saltimbocca alla Romana mit einer Marsala Sauce, also eine Mischung der vorgenannten Varianten. Sehr lecker, sehr kräftig.

Das S ist uns bestens gelungen und wir freuen uns auf das T.

heute kochen wir das M

27 Mar

Nach der Enttäuschung der letzten Woche haben wir uns an unsere bayerisch-griechischen Wurzeln erinnert und kochen eine Moussaka.

Das von den Osmanen befreite Griechenland wählte 1832 den damals 16-jährigen Otto I zu ihrem König. Er war der Sohn von König Ludwig I von Bayern (der von Lola Montez) und wurde – was sonst im “modernen” Baiern – in Schloss Mirabell in Salzburg geboren. Sein Krönungsornat ist im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen (sehr schick; er sah auch gut aus, aber das ist wohl mit 16 normal). Die Griechen waren wohl nicht so glücklich mit ihm, so dass er 1864 das Regieren sein ließ und seinen Lebensabend in Bamberg verbrachte.

Der stolze Papa hatte schon 1825 die Schreibweise von Baiern in Bayern – mit dem griechischem Y- geändert und Bayern hat den Freunden in der Ägäis unsere weiß-blauen Farben geschenkt (stimmt leider nicht, denn die waren schon 1822 blau-weiß…die Vorstellung macht aber die Bayern bis heute glücklich).

Wir haben uns an diesem Kochabend mit einem herrlichen Ouzo eingestimmt. Anis gibt die Grundlage für diesen Genuss.

Moussaka ist dieser griechische Auflauf mit Auberginen, Hackfleisch (vom Lamm, haben wir nicht bekommen > vom Rind), Kartoffeln und einer Bechamelsauce. Nun erfahren wir, dass dieser Auflauf vom arabischen Wort مسقعة‎ abstammt, was auch immer das heißen mag. Angeblich bedeutet es chilled, also abgekühlt. Damit kommen wir wieder zu unserem Kochabend. Die Moussaka war lecker, aber richtig interessant wurde sie erst, als sie etwas abgekühlt war. Erst dann kam das Aroma von Gemüse, Kartoffeln und Gewürzen (frische Kräuter, Zimt, Muskat) richtig zum Tragen.

Καλή όρεξη!

Heute kochen wir das H

20 Feb

Endlich schmilzt der Schnee, die Osternglocken sind da (in der Vase) und die Tage werden länger. Dierk hat die erste Hamamelisblüte (beim Supermarkt in der Görresstraße um die Ecke) gesehen. Der Frühling ist schon zu erahnen und Betty hat  mit dem Frühjahrsputz in ihrem Tiefkühlschrank begonnen.  Zu ihrer Freude hat sie das Menü für heute gefunden: Spargel. Im letzten Jahr frisch geschält und tiefgefroren. Der noch gefrorene Spargel wird in kochendem Wasser ganz normal gekocht und schmeckt nach Frühsommer.

Das H war diesmal Sauce Hollandaise. Selbst gemacht , natürlich. Zu unserer Überraschung ist die Zubereitung gar nicht soooo  kompliziert. Der Kniff der ganzen Geschichte ist, dass das Eigelb cremig wird, aber nicht stockt. Schafft man!

Dazu Pellkartoffeln, Schinken und Weißwein aus Südafrika.

Der Frühling hat sein blaues Band schon mal nach Schwabing geschickt.

Heute kochen wir das W

29 Aug

Unser Alphabeth geht langsam zu Ende und wir geben uns noch einmal richtig Mühe. Wir haben einige Ideen verworfen, die nicht in die Saison passen, zu einfach waren oder schon „abgekocht“ sind. Also kein Wok, kein Wild, kein Wirsing. Als Vorspeise gab es schlicht Walnussbrot, Wacholderschinken und andere W-Sachen.

Wir sehen in unser geliebtes Österreich und finden in der Alpenrepublik unser heutiges Rezept: das berühmte Wiener Schnitzel!

Das Schnitzel „Wiener Art“, das man in jedem Büdchen und Autobahnrasthof von der Ostsee bis an den Bodensee kaufen kann, ist eine Beleidigung für das Wiener Schnitzel. Wir nehmen zartes Kalbfleisch (ja, kostet etwas) und versehen es mit einer goldenen Panade. Ein volkstümliches Essen, bei dem jede Zutat schlicht aber ausgesucht ist.

Betty und ich hatten vor einiger Zeit die Idee, ein Kalbschnitzel mit der Überschrift „Wiener…“ zu versehen und in die Friteuse zu werfen: grässliches Ergebnis! Es war zäh und trocken. Schade, dass dafür ein Kalb sterben musste.

Heute gab es als Beilage Kartoffeln und schlichten Kopfsalat. Das Rezept, nach dem wir uns gerichtet haben, macht deutlich, dass man große Teller, Teller und Platten braucht. Man kann kein Wiener Schnitzel „sparsam“ auf einem Tellerchen panieren. Das klappt nur, wenn man großzügig arbeitet. Wer Hunger hat, muss nicht lange warten: das Ausbacken geht im Nu. Es dauert bestenfalls 3 Minuten (Betty meint, sogar noch schneller). Wichtig ist dass das Fett (richtig viel) gut heiß ist.

Das Ergebnis: selbst Dagmar Koller hätte es wohl geschmeckt (unser Glückwunsch zu ihrem runden Geburtstag). Wir waren happy. Felix Austria. Felix Betty. Felix Dierk.

Baba!

Heute kochen wir das R

12 Jul

Heute ist Dierk zu Gast in Hamburg. Wir kochen das R = Rouladen + Rote Grütze

Mit Routine macht sich die Mitköchin Liesel an die Arbeit: der Metzger hat große Rindsrouladen geschnitten, die wir salzen und pfeffern. Dann werden sie mit Senf, geräucherten Speckscheiben (durchwachsener, geräucherter Bauchspeck), Zwiebelringen und Scheiben von Gewürzgurken belegt und sorgfältig aufgerollt. Zum Zusammenhalten gibt es inzwischen allerhand Bänder aus Silikon. Wir bleiben bei den Rouladenringen und -spießen. Die Rouladen werden kräftig angebraten (das gibt später auch für die Sauce den Geschmack), mit Wein abgelöscht und schmoren dann gute 1 1/2 Stunden im Topf mit zwei Tomaten, Lauch, Sellerie (etwas Wasser angießen). Das Gemüse wird am Ende passiert und die Soße etwas gebunden (Kartoffelwasser und Mondamin) und mit Sahne (sog. Kochsahne, hat etwas weniger Kalorien) abgeschmeckt. Mit Kartoffeln und grünen Bohnen ist das ein unschlagbares Sonntagsessen. Ein Rotwein rundet die Sache ab (diesmal Montepulciano aus den Abruzzen).

Die Nachspeise ist typisch norddeutsch: Rote Grütze. Wir haben auf unserem Streifzug durch den Garten Felsenbirnen (botanisch Amelanchier, das aus dem keltischen entlehnt ist und soviel wie Äpfelchen heißt), Johannisbeeren und Walderdbeeren (kleine wilde Bodendecker, die gegen den Giersch ankämpfen) gefunden. Vom Markt kamen noch Himbeeren und  Sauerkirschen dazu. Als Basis hatte Liesel am Vortag Johannisbeeren aufgekocht und den Saft gewonnen. Diesen haben wir mit Mondamin (andicken) und den Früchten kurz aufgekocht und kalt gestellt. Mit Vanilleeis ist das eine Sensation.

Dierk bedankt sich für die schönen Tage in Hamburg und freut sich auf den nächsten Besuch.

heute kochen wir das Ä

12 Apr

Heute am Ostersonntag, also außerhalb unserer Reihe, holen wir die vergessenen Buchstaben nach. Heute also das Ä.

Unsere Mitkocher Conny, Peter und Pee haben geschnippelt, geschält, geschwenkt, fotografiert > dann gab es unser Festessen. Das Ergebnis vorweg: es hat allen geschmeckt, alle waren satt (der Wein war dann auch all).

Es gab:

Prosäcco (als Apero) + Äsparagus + Ärdäpfel + Äko-Putä + Sälät +Wäin  (=Prosecco + Asparagus + Kartoffeln + Öko-Putenbraten + Salat + tüchtig Wein).

Der Putenbraten landete für 40 Minuten im Römertopf. Er schwamm zusammen mit Knoblauch, Salbei, Rosmarin, Zitronensaft, Salz und Pfeffer in reichlich Geflügelfonds (wie in der internationalen Finanzwelt ist der Fonds auch hier reduziert).

Bei den Kartoffeln haben wir es uns einfach gemacht. Im Supermarkt gibt es sog. Ökokartoffeln, die recht klein sind und mit Schale gekocht werden. Die fertigen Kartöffelchen werden dann in einer Pfanne in Butter geschwenkt. Man bekommt dazu eine Gewürzmischung, die das ganze zu „Kräuterkartoffeln” aufwertet. Betty liebt es, Dierk findet die Gewürze etwas zu intensiv.

Zum Spargel: weiß, fingerdick > großzügig schälen und klassisch kochen.

Läckä (Lecker)!!

Zum Abschluss gab es einen Äpfelkuchen mit Espresso.

Für besonders Neugierige: Wein = Lenz, Riesling trocken aus dem Rheingau, 2008

Fazit: Danke für unsere Freunde, die sich wacker als Mitesser gehalten haben

Aufruf: wer kennt Rezepte mit Ä? Wir brauchen Ideen für den zweiten Durchlauf.

heute kochen wir das E

10 Apr

Heute sind wir bescheiden, es ist Karfreitag.

Nachdem Fisch nicht in Frage kommt (Dierk mag keinen Fisch) haben wir uns für Espinafre + Erdäpfel + Eier entschieden.

Es war herrlich. Den Espinafre frisch gepflückt bei Gretels in der Elisabethstraße, haben wir geputzt, gewaschen, blanchiert und im Wok mit Bärlauch (heute selbst geerntet im alten Botanische Garten in München Innenstadt), Lauch + Knoblauch und Thailänsichem Chilli geschenkt. Das war schnell und lecker.

Unsere Erdäpfel waren mehlig kochend, mit Milch und ein bisschen Butter und Muskat ist das eine Delikatesse geworden. Das ganze haben wir gestampft (Stampfkartoffeln).

Dazu Spiegelei.

Einfach, lecker und bescheiden.

Heute kein Foto (Betty hat die Kamera vergessen)

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