Schlagwort-Archiv: Kurkuma

Heute kochen wir das U

26 Sep

Das U fordert unsere Fantasie heraus, weil es nicht so viele bekannte Rezepte mit U gibt. Wir sind dann doch auf eine wunderbare Sache gestoßen: Urad Dal!

Urad Dal oder Urid Dal sind Linsen aus Indien. Wenn sie geschält sind (bei uns) sind sie cremeweiss. In unserem Indienladen in der Augustenstraße reicht ein Griff ins Regal und schon geht es los:

250 g Urid Dal

1/4 TL gemahlener Kurkuma

4 reife Tomaten (in Stücken)

1 gehackte Zwiebel

werden in ca. 1 l Wasser ca. 40 Minuten gekocht. Wenn die Linsen gar sind, werden sie gewürzt:

1/2 TL Fenchelsamen

5 cm Ingwer gerieben

Chilli

1 Prise Asafötida

die Gewürze werden in Öl ca. 1 Minute gegart und dann in den Dal gegeben; noch ca. 5 Minuten ziehen lassen und fertig! Sehr lecker!

Wir haben im Kochbuch etwas weiter geblättert und uns für Saag Bahji nachgekocht. Hier wird Spinat mit Kartottenwürfel in Ghee angebraten, mit Chili, Ingwer und Zitronensaft gewürzt. Geht sehr schnell und ist wieder…lecker!

Heute kochen wir das D

24 Jan

Unsere Reise führt uns wieder nach Indien. Der geneigte Leser des Blogs vermutet zu recht, dass es zu Weihnachten  Kochbücher mit indischen Rezepten gab:

1) Culína Asía, das tatsächlich 4,4 kg auf die Waage bringt und neben indischen auch thailändische und chinesische Gerichte aufnimmt

2) Indien, kochen und verwöhnen mit Originalrezepten bei GU

Wir haben gelernt, neben Kochbüchern die Rezepte im Internet zu überprüfen und haben dabei Hetal und Anuja, zwei wunderbare indian Ladys,  getroffen. Sie erklären uns mit einem Video Daal Saak (=Dal Saak= Dal Palak), also Linsen mit Spinat.  Unser Rezept ist eine Mischung aus verschiedenen Angaben:

Grundlage ist Dal, der beim Kochen seine orange Farbe verloren :( hat. Weil wir etwas wenig Dal hatten, haben wir einfach Berglinsen dazu gegeben. Die Linsen/Dal werden gar gekocht. Bitte hier noch kein Salz dazugeben, weil mit Salz beim Kochen alle Hülsenfrüchte hart bleiben (anders die Anleitung in Kochbuch Nr. 2 …..).

Die Gewürze, die Frühlingszwiebeln und den Spinat haben wir separat in einer Pfanne kurz gegart und die fertigen Linsen untergehoben. Hier mussten wir kräftig nachwürzen, denn sowohl die Mengenangaben von Hetal und Anuja, als auch im Kochbuch waren zu gering. Also tüchtig würzen mit braunen Senfsamen, Koriander, Kurkuma, Cumin, Koriander, Ingwer, Koblauch, Chilieschote und  Salz.

Für uns waren zwei Gewürze neu: Curryblätter, die wir frisch “beim Inder” bekommen haben. Die Planze gehört zu den Citruspflanzen und die Blätter haben etwas frisches, würziges….ähm….

Das zweite Gewürz ist Asafötida, auch Teufelsdreck genannt. Es ist ein aromatisches Gummiharz aus einer Pflanze (bot.: Ferula assa-foetida), das angeblich recht stinkt, weil es eine Schwefelkomponente hat (unser Gewürzpulver hat nicht gestunken). Beim Kochen verschwindet der Gestank und es schmeckt nach Zwiebeln und Koblauch….aha!

Zu den Linsen gab es Basmatireis. Lecker!!!!!

Wir hatten einen glücklichen Sonntag in München mit indischem Essen!

Heute kochen wir das B

27 Nov

Indien interessiert uns. Wir gehen nach West Bengalen in seine Metropole Kolkata (früher Kalkutta) mit seinen 5 Mio. Einwohnern und finden ein vergetarisches Rezept:

Bandhakopir Dalna = Weisskohl mit Kartoffeln und Erbsen! Es klingt nach einem Winteressen und Freunde, es wird einem warm dabei obwohl es in Bengalen keinen Winter gibt.

Im Internet findet man das Rezept auch unter der Bezeichnung Bandha Gobi oder Bandha Kopi, die Bezeichnung für Weisskohl auf Bengali. Der Ausdruck Dalna bezeichnet gemischtes Gemüse.Wir haben Reis dazu gekocht.

Auf die Gewürze kommt es an. Würde man die angegebene Menge der angegebene Gewürze einzeln verwenden, wären sie zu stark, das Essen zu scharf. Wie durch ein Wunder wirken sie aber zusammen und ergeben einen sensationelle Mischung. Die einzelnen Gewürze kaufen wir im Bollywood Store in unserer Straße und mahlen sie frisch und nach Bedarf im Mörser: Kurkuma, Chilli, Kreuzkümmel, Koriander, Loorbeerblätter, Ingwer.

Wir haben es ausprobiert: schmeckt auch gut zum Frühstück nach einer Partynacht.

Dierk träumt von seiner Geburtsstadt Kalkutta. Bald gibt es mehr indisches Essen.

Heute kochen wir das A

17 Nov

Es geht in die zweite Runde: wir kochen das ABC, heute wieder das A.

Mit wenig Phantasie sind wir auf A wie Aprikosen gestoßen und hatten einen Glückstreffer: Jardaloo Ma Murgh aus Indien. Es ist ein Rezept der Parsen, einer kleinen Glaubensgemeinschaft, die heute hauptsächlich in Mumbai lebt. Der Name Parsen deutet ihre Herkunft aus Persien an und erklärt damit auch das Rezept: Aprikosen (= Jardaloo, Jardalu) stammen aus dem heutigen Afganistan und und werden hier als getrocknete Früchte mit Hähnchen (=Murgh) kombiniert.

Die Gewürze sind üppig und in der Kombination unschlagbar: Ingwer, Zimt, Nelken, Kardamon, Chilli, Kurkuma und Kreuzkümmel. Nur Mut, es schmeckt!

Die Beilage war Chapati, das indische Fladenbrot. Das Chapatimehl haben wir, wie auch alle Gewürze, wieder in dem netten Bollywood Store in der Nachbarschaft erhalten. Es funktioniert wirklich! Die ausgerollten Fladen blähen sich inder Pfanne auf und schmecken original. Das macht wirklich keine Arbeit, also zum Nachkochen geeignet.

Indien, wir bleiben Dir kulinarisch treu!

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