Als Mitkocher finden sich Armin, Peter S und Dicki der Hund ein und wir besprechen gemeinsam bei einer batida de morango und einem kleinen Vorspeisenteller (Salami, pepino = Gürkchen, Oliven, Tomatenbrot vom Bäcker Schulz am Viktualienmarkt) die möglichen Speisen mit P.
Zunächst aber zur batida de morango: batidas sind in Brasilien sehr beliebt. Wir haben dazu frische, gesüßte Erdbeeren, mit Eis, etwas Orangesaft und Kokosmilch gemixt. Mit einem kräftigen Schuss brasilianischer Cachaça, dem besonderen Zuckerrohrschnaps, finden wir eine inspirierte Basis für den Abend.
So vorbereitet konnten wir die unpassenden Vorschläge aussortieren (der zunächst als „Topvorschlag“ eingebrachten Pansen wurde abgelehnt) und wir fanden bei Pasteis zusammen:
Pasteis (singular: pastel) sind brasilianische Teigtaschen, die frittiert werden. Man findet sie dort auf jedem Wochenmarkt mit allen möglichen Füllungen frisch zubereitet.
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batida de morango
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Diskussionsgrundlage
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Hackfleischfüllung
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Palmito-Tomaten-Füllung
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Kopfsalat vom Viktualienmarkt
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Mitkoch Peter
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Teamwork
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jetzt immer abwechelnd: Palmitofüllung > Hackfüllung
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Mitkoch Armin
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zwei Füllungen
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Pasteis
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Chef de frites
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fertige Pasteis
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Panacotta
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Besuchshund Dicki
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jetzt wird´s lustig: batida
Wir haben zwei Füllungen zusammengebracht:
1) Hackfleisch mit Oliven:
Eier wurden hart gekocht, Hackfleisch angebraten, Zwiebeln und Knofi angeschwitzt (ja, richtig: die Reihenfolge wäre umgekehrt besser gewesen! wir haben das Hackfleisch wieder aus der Pfanne genommen, Zwiebeln etc. angeschwitzt und alles wieder vereint; das kommt davon, wenn so viele Köche den Brei verderben). Peter legt Wert auf die Erwähnung der Petersilie, die wir am Balkon geerntet und mit Oliven beigefügt haben. Mit einer kleinen Dose Tomaten aus der Dose wurde die Masse etwas saftiger.
1) Palmito mit Tomaten:
Betty gab das Kommando für die zweite Füllung: Armin schnippelte hartgekochte Eier, Tomaten und Palmito. Peter hat alles pfannenmäßig gerührt und Betty hat unter dem Eindruck zweier Mitarbeiter (Küchensklaven) die Ansagen gemacht.
Palmito kauft man hier in Dosen. Diese Palmherzen sind das Mark von Palmen. Sie werden nach ca. 10 Jahren gefällt und man gewinnt dann das weiße Innere. Leider gibt jede Palme nur weniger als ein Kilo her, weshalb Palmito recht teuer ist. Der Geschmack wird als nussig beschrieben. Ich meine aber, dass er ebenso wie der von Spargel, Artischocken oder Kapern so ungewöhnlich, das man ihn schwer beschreiben kann.
Wie macht man daraus Pasteis?
Wir haben uns um professionelle Produktion der Teigtaschen bemüht. Der Auslöser kam von Betty. Sie hatte von ihrem letzten Brasilienurlaub fertigen, dünn ausgerollten Teig mitgebracht und eingefroren, der nur noch gefüllt werden musste. Dann ging ab in die Friteuse (nicht wir, sonder die pasteis) und nach wenigen Augenblicken war das Abendessen fertig.
Liebe Leser, das war eine lange Vorrede bis zum Ergebnis: pasteis sind lecker, mindestens so üppig wie frittierte Schokoriegel (gibt es wohl in Schottland, wie Armin berichtet) und machen satt. Als Alibi haben wir eine Salat dazu gegessen.
Wichtig: zum Würzen muss man Molho de Pimenta nehmen. Das macht das ganze pikant (danke Peter für das Wort).
Zum Nachtisch gab es (gekaufte) Panacotta (Betty kennt den Trick, den Aha-Effekt: man drückt unten auf die Schachtel und es macht erst Klick und dann blubb; die panna cota löst sich aus dem Kunststoffschälchen). Peter serviert den Prosecco und damit kommt der Abend zu seinem Höhepunkt: Prost mit Prosecco