Schlagwort-Archiv: Tomate

Heute kochen wir das Q

23 Mai

Heute zieht es uns in den Biergarten und unser Imbiss ist schnell gemacht: Quiche Lorraine.

Der Mürbteig ruht kurz im Kühlschrank und gibt uns Zeit, Schinkenstreifen mit Frühlingszwiebeln in der Pfanne anzubraten und Schmand mit Eiern zu verquirlen. Leider ist es nicht so einfach den ausgerollten Teig in die Backförmchen (eigentlich für Muffins) zu basteln, aber irgendwann ist auch das geschafft. Wir backen den Mürbteig etwas vor, füllen ihn dann mit dem Schinken und Schmand etc.. Nach 30 Minuten (wir nutzen die Zeit, um Tomaten, Mozarella und Basilikum vorzubereiten) können wir unsere Picknicktasche packen.

Der Chinesische Turm steht seit über 200 Jahren im Englischen Garten und schaut heute auf 7.000 Besucher im Biergarten hernieder. Es ist Pfingtssonntag, endlich schönes Wetter und die “Bayern” kommen von ihrem verpatzten Spiel aus Madrid zurück. Ein Hubschrauber kreist über der Stadt und die Fußballfans empfangen den Autokorso der Mannschaft schon ab der Leopoldstraße. Am Schluss werden 25.000 Fans auf dem Marienplatz feiern. Betty hat sich den Fans farblich angepaßt und ein rotes T-Shirt, während Dierk eher aussieht wie ein Security-Typ.

Mini-Quiche, Tomaten-Mozarella, frischer Radi und eine oder zwei Maßn. Ein herrlicher Sonntag.


Heute kochen wir das P

16 Mai

Heute ist Pizza-Tag!

Fast alle mögen Pizza (seit dem 18. Jh), fast keiner macht sie selbst. Zu bequem ist der Call a Pizza Service (machen wir nie, denn die Anbieter sind nicht Vertrauen erweckend; hier in der Umgebung gibt es 3 oder 4 und was man da sieht ist nicht wirklich schön) oder der Italiener um die Ecke. Wir wollen es aber wissen, uns machen uns ans Werk:

Vorab unseren guten Aufschnitt vom Karstadt am Bahnhof und Aperol Spritz, dem aktuellen Sommerdrink (für uns etwas zu süß, aber immerhin anregend….).

Das Mehl bekommen wir in der einzigen Mühle von München. Direkt hinterm Hofbräuhaus, also im Zentrum von München, finden wir die Hofbräuhaus Kunstmühle, die 1703 von Kurfürst Karl Emanuel, dem blauen Kurfürst (blau wegen der blauen Schärpe!!!) als Regiebetrieb des Münchner Hofes gegründet wurde. Ursprünglich wurde hier Malz für das Hofbräuhaus gebrochen (was sonst in München). Im 19 Jahrhundert ging die Mühle in Privatbesitz und wurde von Wasserkraft der zugeschütteten Stadtbäche auf Strombetrieb umgestellt. Im Laden werden wir bestens beraten und bekommen unser Spezialmehl Type 00. Es ist besonders fein gemahlen.

Wir glauben dem Rezept aus der Süddeutschen Zeitung, machen einen Hefeteig, lassen ihn gehen, rollen ihn dünn aus, lassen ihn im Ofen vorbacken und belegen ihn mit Tomaten und Büffelmozzarella (wie im Rezept). Wir bekommen also eine Pizza Margarita! Schmeckt toll. Möglicherweise nehmen wir beim nächsten mal etwas weniger Olivenöl zum Beträufeln.

Zum Abschluss haben wir eine Panna Cotta gemacht, die wir aber nicht mehr gegessen haben, weil wir wirklich satt waren. Ehrlich gesagt, ist Panna Cotta auch etwas …einfach….nicht schlecht, aber langweilig.

Heute kochen wir das P

26 Jun

Als Mitkocher finden sich Armin, Peter S und Dicki der Hund ein und wir besprechen gemeinsam bei einer batida de morango und einem kleinen Vorspeisenteller (Salami, pepino = Gürkchen, Oliven, Tomatenbrot vom Bäcker Schulz am Viktualienmarkt) die möglichen Speisen mit P.

Zunächst aber zur batida de morango: batidas sind in Brasilien sehr beliebt. Wir haben dazu frische, gesüßte Erdbeeren, mit Eis, etwas Orangesaft und Kokosmilch gemixt. Mit einem kräftigen Schuss brasilianischer Cachaça, dem besonderen Zuckerrohrschnaps, finden wir eine inspirierte Basis für den Abend.

So vorbereitet konnten wir die unpassenden Vorschläge aussortieren (der zunächst als „Topvorschlag“ eingebrachten Pansen wurde abgelehnt) und wir fanden bei Pasteis zusammen:

Pasteis (singular: pastel) sind brasilianische Teigtaschen, die frittiert werden. Man findet sie dort auf jedem Wochenmarkt mit allen möglichen Füllungen frisch zubereitet.

Wir haben zwei Füllungen zusammengebracht:

1) Hackfleisch mit Oliven:

Eier wurden hart gekocht, Hackfleisch angebraten, Zwiebeln und Knofi angeschwitzt (ja, richtig: die Reihenfolge wäre umgekehrt besser gewesen! wir haben das Hackfleisch wieder aus der Pfanne genommen, Zwiebeln etc. angeschwitzt und alles wieder vereint; das kommt davon, wenn so viele Köche den Brei verderben). Peter legt Wert auf die Erwähnung der Petersilie, die wir am Balkon geerntet und mit Oliven beigefügt haben. Mit einer kleinen Dose Tomaten aus der Dose wurde die Masse etwas saftiger.

1) Palmito mit Tomaten:

Betty gab das Kommando für die zweite Füllung: Armin schnippelte hartgekochte Eier, Tomaten und Palmito. Peter hat alles pfannenmäßig gerührt und Betty hat unter dem Eindruck zweier Mitarbeiter (Küchensklaven) die Ansagen gemacht.

Palmito kauft man hier in Dosen. Diese Palmherzen sind das Mark von Palmen. Sie werden nach ca. 10 Jahren gefällt und man gewinnt dann das weiße Innere. Leider gibt jede Palme nur weniger als ein Kilo her, weshalb Palmito recht teuer ist. Der Geschmack wird als nussig beschrieben. Ich meine aber, dass er ebenso wie der von Spargel, Artischocken oder Kapern so ungewöhnlich, das man ihn schwer beschreiben kann.

Wie macht man daraus Pasteis?

Wir haben uns um professionelle Produktion der Teigtaschen bemüht. Der Auslöser kam von Betty. Sie hatte von ihrem letzten Brasilienurlaub fertigen, dünn ausgerollten Teig mitgebracht und eingefroren, der nur noch gefüllt werden musste. Dann ging ab in die Friteuse (nicht wir, sonder die pasteis) und nach wenigen Augenblicken war das Abendessen fertig.

Liebe Leser, das war eine lange Vorrede bis zum Ergebnis: pasteis sind lecker, mindestens so üppig wie frittierte Schokoriegel (gibt es wohl in Schottland, wie Armin berichtet) und machen satt. Als Alibi haben wir eine Salat dazu gegessen.

Wichtig: zum Würzen muss man Molho de Pimenta nehmen. Das macht das ganze pikant (danke Peter für das Wort).

Zum Nachtisch gab es (gekaufte) Panacotta (Betty kennt den Trick, den Aha-Effekt: man drückt unten auf die Schachtel und es macht erst Klick und dann blubb; die panna cota löst sich aus dem Kunststoffschälchen). Peter serviert den Prosecco und damit kommt der Abend zu seinem Höhepunkt: Prost mit Prosecco

Heute kochen wir das I

15 Mai

Iiiii,……… wie indisch!

Nach längerem Suchen fand Betty im Internet einige anregende Rezepte. Erstmal gab es eine große Einkaufsliste. Gelobt sei unser Asien Laden am Hollenzollernplatz. Alle Gewürze und den Reis hat sie dort bekommen. Die restliche Zutaten waren kein Problem.

Vorspeise (Seite 8, 2. Rezept im Pdf): ganz einfach! Tomaten mit Joghurt. Der Pfiff liegt in der Sauce. Schwarze Senfkörner werden mit einer grünen Chilischote in Öl gegart (Tipp: Deckel bereit halten, die Körner sind winzig und springen aus der Pfanne). Wir waren erstaunt, dass es nicht zu scharf war. Es hat uns sehr gut geschmeckt.

Hauptspeise: Huhn mit Cashewnüssen in schwarzen Gewürzen (Seite 28 im Pdf). Mhmmm…!

Wir habe eine beeindruckende Zahl und Menge an Gewürzen zu eine Masala verarbeitet. Tüchtig Knoblauch, eine Zimtstange, frischen Ingwer, 6 getrocknete rote Chili, Koriander- und Kreuzkümmelsamen, Nelken, Kokosraspeln, Cashewnüssen und Zwiebeln. Die Gewürze werden in eine Pfanne geröstet (sensationeller Duft) und dann mit Wasser zu einer Paste püriert. Die Hühnerteile werden in den Masala gegart. Dazu gibt es Basmatireis.

Das war es eigentlich. Das Hähnchen war wunderbar. Schärfer darf es aber nicht sein. Dierk hat sich mit indischem Essen versöhnt (obwohl er in Indien geboren ist, war er skeptisch), weil es so lecker war.

Tipp 1: die Masala muss wirklich fein püriert werden; unsere war etwas grob

Tipp 2: die Farbe der Masala war nicht schwarz sondern ehe langweilig. Bei nächsten mal vielleicht etwas Kurkuma?

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