Schlagwort-Archiv: Wok

heute kochen wir das I

27 Feb

Wir wollen unsere Leser nicht langweilen und wieder “indisch” kochen. Wir langweilen sie lieber, indem wir wieder den “Ingwer” zum Rezeptgeber machen: heute kochen wir also Schweinefleisch mit Igwer bzw. Butaniku no shogayaki, wie unsere japanischen Freunde sagen.

Wir haben das Schweinefilet gründlich geputzt und dann kurz in den Tiefkühler gelegt. Etwas angefroren läßt es sich leichter in dünne Scheibchen schneiden. Dann mußte es noch in der Marinade aus Mirin, Sojasoße und etwas Weinbrandt (letzteres war etwas improvisiert) mit frischem Ingwer ziehen.

Der Rest geht wie gehabt: Im Wok scharf anbraten, zur Seite stellen und dann das Gemüse im Wok garten. Diesmal gab es Sojasprossen, Karotten, Zuckererbsen und grünen Paprika. Dazu Basmatireis.

Vorab haben wir tiefgefrorene Frühlingsrollen frittiert. Mal sehen, ob wir die nicht mal selbst machen, vielleicht beim nächsten F-Kochen.

Heute kochen wir das V

14 Aug

An das V haben wir uns nicht allein getraut und zwei Mitköche eingeladen: Conny als ABC-Kochen-Routiner und Marcel als ABC-Koch-Novize:

Es geht los mit Vorspeisen italienischer Art (wegen Zeitmangel vom Karstadt; wir kaufen dort gerne, vielleicht hilft es in der Insolvenz) und dann gibt es das V:

V wie vegetarisch!!

In Indien gibt es wohl bis zu 400 Mio Vegetarier. Eine Zahl, die wir kaum erfassen können. Dierk ist in Kolkata (früher Kalkutta) geboren, aber kein Vegetarier. Das überlässt er seinen 400 Mio Landleuten.

Also nur geschnippelte Paprika, Frühlingszwiebeln, Sellerie, Karotten, Pilze und eine rote Pfefferschote. Die Sauce aus Sherry, dunkle Sojasauce, Stärke, Samba Olek (außerhalb von Brasilien: Sambal Olek) und etwas Fischsauce (das wurde Dierk verheimlicht: besser so) landet mit dem Gemüse im Wok. Den Mitköchen hat es jedenfalls geschmeckt.

Vanilleeis mit Früchten als Nachspeise passten zu dem warmen Sommerabend. Toller Abend, tolle Party.

heute kochen wir das N

12 Jun

Nach dem gestrigen Feiertag (Fronleichnam) haben wir wieder Hunger und kochen das N.

Betty erinnert sich an ihre Kindheit im Süden von Brasilien: an einigen Sonntagen im Jahr kam die Familie im Haus der Großeltern zusammen. Oma und Opa waren noch in Deutschland geboren und als junge Erwachsene 1920 nach Brasilien ausgewandert. Sie gingen aus Not (Arbeitslosigkeit etc.) und lernten sich erst in der neuen Heimat kennen. An den Sonntagen haben Oma, Mutter und vier Tanten gemeinsam gekocht. Der Nudelteig wurde von Oma vorbereitet und mit den anderen Damen wie am Fließband durch eine kleine Nudelmaschine ausgezogen. Die frischen Nudeln wurden im ganzen Haus ausgebreitet, im Esszimmer, auf dem Nähtisch und in der Küche sowieso. Am Schluss waren Nudeln für 30 (!) Familienmitglieder fertig. Der Braten zu den Nudeln wurde in einem Holzofen auf dem Hof gemacht…..

Betty möchte also Nudeln machen. Das Rezept klappt gut:

400 g Mehl (wir haben Dinkelmehl genommen)

4 Eier

½ TL Salz

2 EL Öl

Eier, Salz und Öl verrühren, Mehl nach und nach einarbeiten; den Teig kneten (ja, mit den Händen!) bis er glatt ist (also 20 Minuten darf man da schon kneten). Der Teig darf dann etwas ruhen.

Für uns Zeit genug, um die Vorspeise zu genießen: zwei sensationell große Artischocken! Die Zubereitung ist ganz simpel. Der Stiel wird gekappt, die „offenen“ Stellen mit Zitrone (heute Limone) eingerieben und die Artischocken in reichlich Wasser mit Zitronensaft gekocht. Die Zitrone ist wichtig, damit das Gemüse nicht oxidiert (schwarz wird). Wir waren etwas voreilig, d.h. wir hätten die Teile noch 10 Minuten länger kochen können. Trotzdem lecker.

Für den Dipp haben wir es uns leicht gemacht: Sahnejoghurt + Senf + Pfeffer. Das war es und schmeckt immer wieder gut. Leider waren die Limetten aus, sonst hätte ein Schuss Limonensaft das ganze abgerundet.

Jetzt hatte der Teig genug geruht. Wir haben ihn in der Nudelmaschine durchgezogen: in vier 4 Portionen wurde er bis Stufe 4 ausgewalkt und auf ein gemehltes Tuch kurz zum Trocknen ausgelegt. Dann haben wir die Bahnen auf Stufe 5 dünner gemacht und als Bandnudeln geschnitten. Wir waren verblüfft, denn diesmal klebte nichts.

Die Nudeln wurden portionsweise in tüchtig Salzwasser gekocht. Das geht schnell. Sobald der „Mehlgeschmack“ weg ist, sind sie gar. Jeweils ca. 4 oder 5 Minuten.

Wir haben die Nudeln wie folgt angemacht (weniger ist mehr): geschnittener Knoblauch, eine getrocknete Chillischote, Cocktailtomaten und Rucola (vom Balkon: das Zeug wächst wie verrückt!) kurz in Butter geschwenkt, Nudeln und Parmesan dazu und fertig. Sehr lecker.

Wir haben zwar nicht 30 Verwandte satt bekommen, aber für 6 Personen reichen die Nudeln leicht. Mal sehen, ob wir die frischen Nudeln einfrieren können.

Ein Wort zum Kochgerät: der Wok. Er ist hier das Universalkochgerät. Dierk fühlt sich an seine Studentenzeit erinnert. Damals galt die Devise, möglichst flott, ohne großen Abwasch, alles in einem Topf! Nun, heute wird der Wok zwischendurch abgewaschen, aber als „einziger“ Topf hat er heute wieder funktioniert (Artischocken, Nudeln, Sauce).

Den Wein wollen wir noch trinken: Nero D´Avola aus Sizilien.

heute kochen wir das E

10 Apr

Heute sind wir bescheiden, es ist Karfreitag.

Nachdem Fisch nicht in Frage kommt (Dierk mag keinen Fisch) haben wir uns für Espinafre + Erdäpfel + Eier entschieden.

Es war herrlich. Den Espinafre frisch gepflückt bei Gretels in der Elisabethstraße, haben wir geputzt, gewaschen, blanchiert und im Wok mit Bärlauch (heute selbst geerntet im alten Botanische Garten in München Innenstadt), Lauch + Knoblauch und Thailänsichem Chilli geschenkt. Das war schnell und lecker.

Unsere Erdäpfel waren mehlig kochend, mit Milch und ein bisschen Butter und Muskat ist das eine Delikatesse geworden. Das ganze haben wir gestampft (Stampfkartoffeln).

Dazu Spiegelei.

Einfach, lecker und bescheiden.

Heute kein Foto (Betty hat die Kamera vergessen)

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